Gesicherter Garten - Cremetoertchen

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Gesicherter Garten

Wie man einen Garten katzensicher einzäunt

Auch nach eigener leidvoller Erfahrung, haben wir schon vor Jahren beschlossen unsere Katzen niemals mehr in ungesichertem Freigang laufen zu lassen. Selbst wenn man in ruhiger Gegend wohnt, sind die Gefahren durch Katzenhasser, Jäger, streunende Hunde, Eingesperrtwerden in Garagen oder Kellern etc. einfach zu hoch. Wir finden unsere Katzen sind unsere Kinder und die müssen auch von uns, denen sie anvertraut sind, geschützt werden. Ihr Kind lassen sie ja auch nicht auf die Autobahn, nur weil es sich frei entfalten möchte. ;-)
Immer wieder wurden wir gefragt, wie man denn bei Katzen, die ja alles überklettern einen Garten überhaupt sicher einzäunen kann? Man kann!

Zuerst sollte man wissen, dass Katzen, im Gegensatz zu Hunden, so gut wie nie (es soll extrem seltene Ausnahmen geben) ein höheres Hindernis frei überspringen. Eine Katze setzt in der Regel IMMER oben auf, um dann an der anderen Seite erst herunterzuschauen und wieder abzuspringen. Bei manchen Katzen reicht tatsächlich bereits ein dünner Mattenzaun aus Draht, bei dem die Katze oben nicht aufsetzen kann. Uns ist dies allein zu unsicher, zudem hatten wir einen Holzzaun, also haben wir diesen OBEN (damit die Katzen unten frei und ungefährdet spielen können!) durch einen, der Katze angepassten, Weidezaundraht gesichert.

Ausdrücklich warnen möchten wir an dieser Stelle vor tiefliegenden Drähten und Stromnetzen, wegen der Gefahr, dass sich Tiere darin verfangen und noch mehr vor sogenannten unsichtbaren Zäunen, mit Kontaktschleifen im Erdboden und einem impulsgebenden Katzenhalsband! Diese Lösung halten wir für absolute Tierquälerei!!!!!!

Unsere Sicherung klappt sogar bei einem Holzzaun von nur 80 cm Höhe. Die folgenden Bilder entstanden im Winter, bitte entschuldigt die triste Optik. ;-)

Unser damaliger Hauskater Charly, der zuvor kompletten Freigang gewöhnt war, hat uns dann aber leider sehr schnell gezeigt, dass ein einziger Stromdraht oben allein für ihn kein Hindernis darstellt. Er krabbelte fröhlich darunter hindurch. Zuerst gab es bei uns ratlose Blicke? Bis wir nach einigem Überlegen dahinter kamen: Ein Stromdraht funktioniert nur, wenn das betreffende Tier Erdkontakt hat.

Bei einem im Sommer trockenen Zaun, ist keine Leitung vorhanden, deshalb können Vögel ja auch ohne weiteres auf Stomleitungen sitzen. Wir zogen etwa 10 cm darunter einen weiteren Draht, nicht stromführend, der aber mit einem tiefen Erdspiess (auf dem Foto im Winter ohne große Pflanzen gut zu sehen) verbunden wurde. So musste die kletternde Katze immer zwangsweise mit beiden Drähten in Berührung kommen.

Tja, unser Charly hat danach nur noch ein einziges Mal versucht, den Zaun zu überklettern! Danach war das Thema Zaun erledigt, er wurde, wie auch von allen folgenden Katzen in Zukunft nach EINMALIGEM Kontakt akzeptiert. Also keine Angst, wir traktieren keine Katze mit Stromschlägen, die Katze hat in der Regel einmalig Bekanntschaft mit dem Zaun, danach meidet sie den Draht, es passiert danach nichts mehr. :-)

Man sollte darauf achten, dass nahe am Zaun aber keine Gegenstände (Grill, Stühle, Regentonnen etc.) stehen, auf die die Katze springen und über den Zaun abspringen kann. Bäume kann man mit Draht umrunden und so sichern. Vorsicht, wenn sie den Draht mal ausschalten und vergessen wieder anzuschalten! Die Katzen spüren anscheinend ganz genau, wenn der Draht nicht "scharf" ist! Nicht bei jeder Katze hilft nach einmaligem Kontakt nur eine Attrappe, obwohl es auch diese Katzen gibt! ;-)

Ein Tor haben wir mit Federn versehen, damit die Drähte nicht beim Öffnen durchhängen und aneinander geraten. Es lässt sich völlig problemlos öffnen und schließen.

Das Weidezaungerät konnte bei uns im Schuppen untergebracht werden und hat dort einen Stromanschluß. Je nach örtlichen Gegebenheiten gibt es aber auch batterie- und mittlerweile sogar solarbetriebene Geräte, die überall untergebracht werden können. Unser kompetenter Partner in technischen Fragen ist der Weidezaunexperte (www.weidezaun.info), die uns bei allen Fragen immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Zu empfehlen ist ein spezielles Weidezaungerät für kleinere Tiere (bitte draufklicken für Link zum Beispiel) mit aber mindestens 1,2 Joule Leistung, weniger wird bei Katzen, besonders mit langhaarigem Fell, auch mal ignoriert. Nach schlechten Erfahrungen mit leitender Kunststofflitze (bei langhaarigen Katzen ungeeignet) nutzen wir nur noch extrem hochleitfähigen Aludraht, er erwies sich auch als viel langlebiger! Dünne billige Drähte brechen an windexponierten Stellen durch die ständige Bewegung.

Und wer sehen möchte, wie das im Sommer bei uns im Garten aussieht und wie der Papa unseren Kratzbaum repariert, der kann ja mal hier gucken, hier gibts ein kleines VIDEO.

 
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